Ich bin die lebendige Tote.
Warum das alles?
Meine Eltern haben mich mit ihrer freundlichen Grausamkeit gebrochen. Meine heilenden Wunden bluten noch immer.
Sie haben mich über Jahre hinweg langsam und sanft zerstört. Es ist ein Wunder, dass überhaupt noch etwas von mir übrig geblieben ist.
Oft lag ich im Bett, voller Schmerz, und weinte in stiller Verzweiflung. Auch heute noch lauert eine helle Dunkelheit in mir.
Mein Herz schlägt ohne zu zögern, während ich zwischen Leben und Überleben gefangen bin.
Die Wahrheit ist eine ehrliche Lüge. Man muss sich nur die Fotos ansehen. All das glückliche Unglück, das darauf festgehalten wurde.
Ich lebe weiter und bete zu einem blinden Himmel.
Ich warte und sterbe ein wenig in jener Zeit, die eigentlich mein Leben sein sollte.
Bis ich irgendwann nicht mehr nur überlebe, sondern wieder anfange zu leben.
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