Goethe sprach einst von jenem Funken, den jeder Mensch in sich trägt. Bei manchen leuchtet er stärker, bei anderen ist er kaum noch zu erkennen.
Ich glaube, dass mein Funke im Begriff ist, zu erlöschen. Vielleicht, weil ich ihn zu lange vernachlässigt habe. Weil ich vergessen habe, ihn zu nähren.
Doch was geschieht, wenn ich wieder beginne, Tag für Tag zu schreiben? Wenn ich meine Gedanken in Worte verwandle und diesem kleinen Funken wieder Raum gebe? Kann das Schreiben ihm neues Leben einhauchen?
Ich hoffe es. Denn ich vermisse ihn.
Ist dieser Funke eigentlich dasselbe wie Lebensfreude? Oder ist er das, was uns überhaupt erst ermöglicht, Freude zu empfinden? Und was bleibt, wenn er verschwindet?
Ich möchte es nicht darauf ankommen lassen.
Deshalb werde ich die kleine Glut, die noch in mir ist, mit Inspiration, Gedanken und Worten nähren. Nicht, weil ich sicher bin, dass daraus wieder eine Flamme wird, sondern weil ich ihr die Möglichkeit dazu geben möchte.
Mein größter Wunsch ist es nicht, hell zu brennen.
Ich möchte nur nicht vergessen, wie es sich anfühlt, von innen zu leuchten.
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