Ich danke dir. Du hast mir so viel gegeben, gerade als ich es am dringendsten gebraucht habe. Du hast dich um meine Gefühle gekümmert, als ich selbst nicht mehr dazu in der Lage war. Du hast meine Erinnerungen unterdrückt. Durch dich hatte ich oft das Gefühl, ein Leben zu haben.
Irgendwann kam der Moment, in dem du die Kontrolle übernommen hast.
Ich war so sehr in deinem Bann, dass ich es nicht einmal bemerkte. Durch deine Hemmungslosigkeit habe ich vieles verloren. Und damit meine ich nicht nur Erinnerungen.
Ich spreche von der Uhr meiner Mutter, den Fotos meines Vaters und dem Scrapbook, das ich gebastelt habe. Ja, durch mich sind diese Dinge verschwunden. Allerdings hast du mir eingeredet, dass ich sie nicht mehr brauchen würde.
Das war gelogen. Du hast mich getäuscht.
Und jetzt will ich, dass du gehst.
Ich will und muss meine Entscheidungen wieder selbst treffen. Ich möchte meine Erinnerungen fühlen und in der Gegenwart leben.
Mir war nicht bewusst, dass du so ähnlich wie Herpes bist. Schwer loszuwerden und immer auf der Lauer.
Aber ich habe dich durchschaut.
Ich falle nicht mehr darauf herein.
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